Bürgerinitiative "Pro Waldschutz" Sandhausen

Gegen die Rodung von 27.000 qm Wald im Waldschutzgebiet zugunsten von 140 Parkplätzen und zwei Trainingsplätzen an der K4153 zwischen Sandhausen und Walldorf

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Bilder von der Waldbegehung am 05.Oktober


Erneute Waldbegehung am

Samstag 16.11.19
diesmal gemeinsam mit
Greenpeace Mannheim-Heidelberg Wald AG

Treffpunkt: 09:00 Uhr Parkplatz Jahnstraße (Walter Reinhard Stadion)

weitere Infos unten!



Wir wehren uns gegen die Änderung des Flächennutzungsplans Sport-Freizeitfläche in Sandhausen, und die damit einhergehende Rodung von ca. 27.000 qm Wald.


Aktuell: Das Verfahren ruht!
Die meisten Redner in der Gemeinderatssitzung vom 28.10. stehen nicht mehr hinter dem Plan der Gemeinde und des SVS, sie stimmten trotzdem nicht dem Antrag der AL auf Aufhebung des Verfahrens zu.
Immerhin wurde beschlossen das Verfahren vorerst ruhen zu lassen.
Zumindest so lange bis der angekündigte Runde Tisch Alternativen zu dem geplanten Gebiet ausgearbeitet hat.
Teilnehmer am Runden Tisch werden sein:
jeweils ein Vertreter der Sportvereine SVS, Tennisclub und FC Sandhausen,
die Fraktionssprecher von CDU, SPD, AL und FDP,
Bgm.Kletti und Petra Weiß von der Bürgerinitiative.

Vertreter von BUND und NABU werden leider nicht eingeladen!

Petra Weiß stellte unmittelbar nach der Sitzung klar, dass sie die Einladung zum Runden Tisch wahrnehmen werde, aber keine Abstriche an der Forderung der BI machen werde, die besagt, dass kein Wald für die Sportplätze geopfert werden darf! Auch werde es mit ihr keine heimlichen Gespräche geben, sie werde für größtmögliche Transparenz und Information für die Sandhäuser Bürger sorgen.

Leserbrief RNZ zum Artikel
„Umstrittenes Sportzentrum Süd liegt auf Eis“ vom 30.10.2019

Viele Sandhäuser Bürgerinnen und Bürger hätten sich vom Gemeinderat am vergangenen Montag sicher gerne die Beendigung des Bebauungsplanverfahrens gewünscht, um das Damoklesschwert über dem Waldschutzgebiet abzuwenden. Die Mehrheit des Gemeinderates konnte sich nicht zu dieser Lösung durchringen und hat das Verfahren ruhend gestellt. Das bedeutet zumindest, dass es in nächster Zeit nicht weiter vorangetrieben wird. Wir nehmen es sportlich und werten es als demokratisch erzielten Teilerfolg. Auch die Tatsache, dass am beschlossenen Runden Tisch über wirkliche Alternativen gesprochen werden soll, stimmt uns zuversichtlich. Schlussendlich steht es jetzt auf jeden Fall erst mal 1:0 für unseren Wald und für ihn gehen wir gerne noch in die Verlängerung.

Petra Weiß Bürgerinitiative Pro-Waldschutz Sandhausen


Offener Brief an die Gemeinderäte/innen vom 20.10.19


Sehr geehrte Gemeinderätinnen, sehr geehrte Gemeinderäte,
 
In der kommenden Gemeinderatssitzung werden für die Gemeinde Sandhausen die Weichen in Sachen „Sportzentrum Süd“ gestellt. Sie sind dafür in Ihrer Funktion als gewählte/r Mandatsträger/in mitverantwortlich, wie es für unsere Gemeinde im Hinblick auf Klima, Walderhalt, Naherholung und vieles mehr weitergeht.
 
Für mich persönlich ist dies auch nicht nur die einzelne Entscheidung für unsere Heimatgemeinde, die getroffen wird, vielmehr hat dies auch grundsätzlich zukunftsweisende und ortsübergreifende Wirkung, sofern sie zu Ungunsten des Waldschutzgebietes Schwetzinger Hardt gefällt würde. Dann wären für alle Anrainergemeinden an die Schwetzinger Hardt Tür und Tor für Bebauungen geöffnet, da ein Präzedenzfall bei uns geschaffen wurde. Die Bürger der Gemeinden müssen weitere Flächenversiegelungen befürchten, die den Grundwasserspiegel in der ohnehin bereits frequentierten und zugebauten Metropolregion noch weiter absenken und so noch mehr zum Absterben weiterer Waldbestände beitragen. Zum Thema der „erfolgreichen“ Wiederaufforstung sage ich an dieser Stelle nichts, überzeugen Sie sich bitte an Ort und Stelle der Anpflanzungen selbst und machen Sie sich ein Bild. Die Expertenmeinung sagt überdies, dass in der Oberrheinebene keine Aufforstung mehr gelingen wird, da die Sommer heißer, der Regen weniger und durch den sandigen Boden dieses Regenwasser auch nicht gehalten werden kann.
 
In Sandhausen, in das statuierte Waldschutzgebiet einzugreifen, ist das falsche Signal zur falschen Zeit!
 
Das Waldschutzgebiet mag infrastrukturell und logistisch für den SV Sandhausen sinnvoll, sein, es stellt aber schon grundsätzlich keine Alternative dar und hätte von Anfang an nie zur Debatte stehen dürfen. Auch die Tatsache, wie viel Waldbestand wir auf Sandhäuser Gemarkung haben, spielt keine Rolle, davon kann man als Gemeinde mit Wohlfühlfaktor nie genug haben. Wir sollten stolz darauf sein und alle sollten alles dafür tun, dies zu erhalten.
 
 
Ich vertraue auf Ihre wohlüberlegte Entscheidung im Sinne zukünftiger Generationen, Kinder und Enkelkinder!
 
Freundliche Grüße
Petra Weiß


Liebe Sandhäuser Bürgerinnen und Bürger,  

 

die Bürgerinitiative "Pro Waldschutz" Sandhausen, (die ausschließlich aus Sandhäusern besteht, von denen die meisten schon als Kinder durch den Hardtwald streiften), möchte Ihnen die Gründe aufzählen, warum wir gegen die Abholzung von 27.000 m 2 Waldgebiet zwischen SV-Stadion und Forsthaus sind:

Dieser Wald gehört zum Schwetzinger Hardt, der ein gesetzlicher Erholungswald ist. Wenn dieser Wald zugunsten zweier Fußballplätze und 144! Parkplätzen geopfert wird, steht diese Fläche nicht mehr allen zur Verfügung, sondern nur noch einem einzelnen Verein.

Der „Sonnenweg“ ist ein vielgenutzter Spazierweg (besonders von Anwohnern des Pflegeheims), der dann als solcher viel von seiner Qualität einbüßt.

Es handelt sich um einen gesunden Mischwald, der, gerade im Vergleich mit anderen Waldgebieten, mit den schwierigen Bedingungen der vergangenen Sommer gut zurechtkommt.

Hier gibt es vielfältige Pflanzen- und Tierarten (seltene Fledermausarten etc.), die geschützt werden müssen.

Diese Waldfläche liegt im Einzug zweier Wasserschutzgebiete, deren Verunreinigung durch Mikroplastik (Kunstrasen!) und Pestizide (Sportrasen) droht.

Täglich ist auch in der Zeitung zu lesen, dass es in der heutigen Zeit keinen Sinn macht, Wald zu roden, um ihn an anderer Stelle (auf Ackerland) wiederaufzuforsten.

Wiederaufforstung ist bei den heutigen klimatischen Bedingungen, wenn nicht vergebens, so doch sehr aufwendig und kostenintensiv.

Warum baut man dann nicht gleich die Fußballplätze auf Ackerland?

Die weiteren Fußballplätze werden für ein Nachwuchsleistungszentrum benötigt. Die Jugend, die in diesem NLZ trainiert, kommt zum Großteil nicht aus Sandhausen. Warum muss das NLZ dann unbedingt im Hardtwald liegen? Gibt es vielleicht außerhalb einen viel geeigneteren und besser zu erreichenden Platz? (siehe Hoffenheim: NLZ in Zuzenhausen)

Der SV Sandhausen ist angeblich der Zweitligist mit den wenigsten Trainingsplätzen. Bedeutet dies, dass es irgendwann weitere Begehrlichkeiten gibt? Von Seiten der Gemeinde legt sich niemand fest, dass dies die letzte „Waldumwandlung“ sein soll.

Wir (unter uns auch stolze SV-Fans) zweifeln nicht am Bedarf des SV an weiteren Trainingsplätzen (diesen Bedarf haben übrigens alle Sandhäuser Vereine), aber in Zeiten des Klimaschutzes kann eine Waldrodung nicht die Lösung sein, müssen Alternativen gefunden werden (z.B. Kooperationen mit anderen Vereinen, Bebauung von Ackerfläche/Brachland).

Wir wehren uns dagegen einen Bedarfswunsch (zwei Plätze) als DFL-Pflichtauflage (es fehlt NUR EIN weiterer Platz) „verkaufen“ zu wollen.

Wir wehren uns generell gegen Umwandlung unseres Waldes in bebaute Fläche, egal von wem.

Wald hat für uns einen „Mehrwert“, der nicht mit Geld ausgeglichen werden kann.


Klimaschutz beginnt vor der eigenen Haustür!


AKTUELLES


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05.09.2019

Antwort an Herrn Klinger, den Sprecher der FDP Fraktion im Sandhäuser Gemeinderat

Da uns die Möglichkeit verwehrt wird im Gemeindeblatt zu veröffentlichen, gibt es unsere Antwort auf Herrn Klingers Meinung zur geplanten Waldrodung hier zu lesen.

 Brief P.Weiß an Herrn Klinger.pdf
 KlingerGemeindeblatt.jpg


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In unserer Galerie finden Sie Bilder von dem betroffenen Waldstück, damit Sie sich einen besseren Eindruck davon machen können.

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